Blutungen
in der
Schwangerschaft

Es ist essentiell, bei jeglicher Art von Blutung in der Schwangerschaft ärztlichen Rat einzuholen. Während leichte Blutungen nicht immer ein Grund zur Sorge sind, ist es wichtig, sie ernst zu nehmen und professionell abklären zu lassen.

Dieser Beitrag soll als erste Informationsquelle dienen, aber ersetzt keinesfalls die Konsultation mit einem Arzt. Unsere Priorität liegt auf deinem Wohlbefinden und der Gesundheit deines ungeborenen Kindes. Wir stehen dir zur Seite, um dich durch diese verunsichernden Momente zu begleiten und Unterstützung zu bieten.

Du hast eine Blutung in der Schwangerschaft? 

Wenn du während der Schwangerschaft eine Blutung bemerkst, kann das besorgniserregend sein. Doch es ist wichtig zu wissen, dass leichte Blutungen gerade in den ersten Wochen der Schwangerschaft bei vielen Frauen vorkommen.

Dennoch solltest du solche Symptome nicht ignorieren. Hier erfährst du, welche Ursachen dahinterstecken können und welche Schritte unternommen werden sollten. 

Mögliche Ursachen

Blutungen in der Schwangerschaft können auf eine Vielzahl von Ursachen zurückgeführt werden. In den frühen Stadien können sie ein Anzeichen für die Einnistung des Embryos sein oder durch hormonelle Veränderungen, einen Zervixpolypen oder Infektionen hervorgerufen werden.

Blutungen können aber auch ein Warnsignal für ernste Probleme sein, wie etwa eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft. In einer höheren Schwangerschaftswoche kann eine Blutung auf Plazentaprobleme wie eine Placenta praevia oder vorzeitige Plazentalösung hinweisen. 

Blutungen

Was wird untersucht wenn es zu Blutungenommt(akut)? 

Situation 1
Deine (Früh-)Schwangerschaft wurde durch einen Urintest nachgewiesen (SSW4-SSW5)

Wenn du am Anfang deiner Schwangerschaft stehst und bisher nur einen positiven Urintest hast, ist der nächste Schritt meist die Bestimmung des HCG-Spiegels im Blut. Dieses Schwangerschaftshormon gibt Aufschluss darüber, ob die Schwangerschaft fortschreitet.

Progesteron kann ebenfalls überprüft werden, da es für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft essenziell ist. Basierend auf diesen Werten kann eine Kontrollmessung des hCG-Wertes und eventuell auch des Progesteron empfohlen werden, um die Entwicklung der Hormonspiegel zu beobachten.

Ein früher Ultraschall hilft dabei, die korrekte Lage der Schwangerschaft zu bestätigen und Zustände wie eine Eileiterschwangerschaft (EUG) oder eine “Pregancy of unkown location” (PUL) auszuschließen. Diese Befunde sind kritisch, um die weiteren Schritte zu planen.

Situation 2
Deine Schwangerschaft wurde bereits durch einen Ultraschall nachgewiesen
Ultraschalldiagnostik und ihre Bedeutung 

Sobald die Schwangerschaft per Ultraschall bestätigt ist, konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf die Überwachung der Embryonalentwicklung und deiner Gesundheit. Regelmäßige Ultraschalluntersuchungen sind wichtig, um das Wachstum des Embryos und eventuelle Anomalien zu überwachen, insbesondere bezüglich Herzaktivität und Größe. Bei auftretenden Blutungen nach einer in der Gebärmutter liegenden bestätigten Schwangerschaft wird geprüft, ob die Schwangerschaft noch intakt und zeitgerecht entwickelt ist. Gegebenenfalls wird eine Folgeuntersuchung empfohlen.

Empfehlungen zur körperlichen Aktivität 

Hinsichtlich der körperlichen Aktivität wird meist zu Schonung geraten, insbesondere wenn die Blutung stärker sein sollte. Bettruhe wird jedoch in den seltensten Fällen und nur nach individueller ärztlicher Bewertung empfohlen, da sie mit Risiken für deine Gesundheit verbunden sein kann. 

Die Wichtigkeit der Blutgruppenbestimmung 

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Blutgruppenbestimmung. Warum ist das wichtig? Die Blutgruppe und der Rhesusfaktor sind entscheidend, um mögliche Unverträglichkeiten zwischen dem mütterlichen Blut und dem des Fötus zu erkennen. Eine sogenannte Rhesusinkompatibilität kann unter Umständen zu Komplikationen führen. 

Rhesusprophylaxe – eine vorbeugende Maßnahme 

Falls die Mutter Rhesus negativ und der Fötus möglichweise Rhesus positiv ist (weil dein Partner möglicherweise Rhesus positiv ist), besteht die Gefahr einer Rhesusunverträglichkeit. Um dies zu verhindern, kann eine Rhesusprophylaxe mit Anti-D-Immunglobulin notwendig sein. Diese vorbeugende Behandlung wird durchgeführt, um die Bildung von Antikörpern gegen das kindliche Blut zu verhindern und zukünftige Schwangerschaften nicht zu gefährden.

Was wird eventuell empfohlen? 

Wenn du eine Blutung in der Frühschwangerschaft bemerkst, ist es normal, besorgt zu sein. Oftmals bleiben die Ursachen solcher Blutungen ungeklärt und die Schwangerschaft entwickelt sich normal weiter. Es können aber auch Vorgänge, wie Chromosomenstörungen, ursächlich sein, die sich unserem Einfluss entziehen. Diese Gegebenheiten folgen einem "Alles-oder-Nichts-Prinzip", was bedeutet, dass sich eine Schwangerschaft entweder normal entwickelt oder frühzeitig endet, weil die Natur ihren Weg wählt. Auch wenn wir solche natürlichen Ursachen nicht ändern können, gibt es Grund zur Hoffnung. Nicht jede Blutung bedeutet das Ende der Schwangerschaft. Viele Frauen erleben Blutungen und bringen dennoch gesunde Kinder zur Welt. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass jede Schwangerschaft einzigartig ist und jede Blutung individuell bewertet werden muss. Hier erklären wir euch die beiden häufigsten medizinischen Ratschläge, die ihr eventuell erhaltet, wenn ihr Blutungen in der (Früh-)Schwangerschaft erlebt! 

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Körperliche Ruhe 

Warum körperliche Schonung? 

Wenn du in der frühen Schwangerschaft vaginale Blutungen erlebst, magst du dich fragen, ob Ruhe dir und deinem Baby helfen könnte. Obwohl viele denken, dass Bettruhe oder das Einschränken von Aktivitäten nützlich sein könnte, ist die Wissenschaft dahinter nicht eindeutig.

Was bedeutet das für dich? 

Es ist natürlich, dass diese Informationen verwirrend sein können, besonders in einer so sensiblen Phase. Die aktuelle Forschung liefert jedoch keine starken Belege dafür, dass Bettruhe oder reduzierte körperliche Aktivität das Risiko eines Schwangerschaftsverlusts verringern kann. Das heißt nicht, dass es nichts bringt, kann dich allerdings auch entlasten: Du kannst deinem normalen Leben nachgehen und machst damit überhaupt nichts verkehrt. Sicherlich ist es in Ordnung, etwas Tempo herauszunehmen, aber wenn du dich z.B. um ein Geschwisterkind oder Angehörige kümmern musst und daher nicht so einfach zuhause dich schonen kannst, bedeutet es auch: das kannst du machen! 

Was sagt die Forschung? 

Es gibt einige Studien zu diesem Thema, aber klare Antworten sind rar. So zeigten zwei Studien, dass Frauen, die nach Blutungen Bettruhe hielten, weniger häufig einen Schwangerschaftsverlust hatten als die, die weiterhin aktiv waren. Allerdings hatten diese Studien wesentliche Einschränkungen: die Ausgangssituationen der Frauen waren nicht vergleichbar, was die Ergebnisse beeinflussen könnte.Ein umfangreicher Überblick von Cochrane, einer Organisation, die Gesundheitsinformationen bewertet, ergab, dass Bettruhe nicht zwingend das Risiko eines Schwangerschaftsverlusts reduziert.

Unsere Empfehlungen 

Jede Situation ist einzigartig, und deine Gesundheit sowie die deines Babys stehen im Mittelpunkt. Es ist daher wichtig, mit deinem medizinischen Fachpersonal über deine spezifische Situation zu sprechen. Sie können dir die beste Vorgehensweise empfehlen, basierend auf deiner Gesundheit und der deines Babys. 

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Teile alles mit

Offene Kommunikation mit medizinischen Fachpersonal ist das A und O. Teile deine Sorgen und Symptome offen mit.

List
Eigene Beobachtungen

Höre auf deinen Körper und darauf, was sich für dich richtig anfühlt.

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Entscheidungen treffen

Manchmal kann das Einlegen von Ruhephasen emotionalen Komfort bieten, auch wenn die wissen-schaftlichen Belege limitiert sind. 

Denk bitte daran, dass deine Gesundheit und dein Wohlergehen Priorität haben, und das wichtigste Ziel ist, dich durch diese schwierige Zeit zu unterstützen. 

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Progesteron

Was ist Progesteron? 

Progesteron wird von den sogenannten Thekazellen im Gelbkörper (Corpus luteum) produziert und bewirkt Veränderungen in der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), die für die Einnistung des Embryos notwendig sind. In den ersten Wochen der Schwangerschaft ist das Progesteron aus dem Gelbkörper unentbehrlich, bis die Plazenta die Produktion von Progesteron übernimmt. 

Ein realistischer Blick auf Progesteron

Trotz seiner Vorteile ist eine Progesterontherapie keine Garantie für eine erfolgreiche Schwangerschaft. Denke daran, dass auch andere Ursachen als ein Progesteronmangel Ursache für eine Fehlgeburt sein können. Dennoch ist es eine Option, die Hoffnung bietet. Wir glauben an transparente und ehrliche Kommunikation, damit du eine fundierte Entscheidung treffen kannst. Hier ist der Link zu den erwähnten Studien und Leitlinien:

Wann kann Progesteron helfen?

Die Gabe von natürlichem Progesteron könnte Dir eventuell empfohlen werden, insbesondere wenn du schon einmal eine Fehlgeburt erleben musstest und in einer erneuten Schwangerschaft Blutungen hast. Durch seine Fähigkeit, die Versorgung des Embryos zu verbessern, kann es das Risiko einer weiteren Fehlgeburt verringern. Progesteron kann in solchen Fällen unterstützend wirken und die Chancen auf eine gesunde Fortführung der Schwangerschaft erhöhen. Diese Empfehlung, auch der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, gilt vor allem für Frauen mit einer oder mehr Fehlgeburten und einer Blutung. Sie basiert vor allem auf den Daten der PRISM-Studie, welche zeigen konnte, dass Progesteron die Wahrscheinlichkeit für eine Lebendgeburt bei Frauen mit vaginalen Blutungen und mindestens einer vorangegangenen Fehlgeburt erhöht. 

Unsere Unterstützung für dich 

Deine Schwangerschaft und deine Bedürfnisse sind einzigartig. Deshalb bieten wir dir eine maßgeschneiderte Begleitung, die auf dein persönliches Erleben abgestimmt ist. Deine Fragen verdienen Antworten: Wenn du mehr über die Rolle von Progesteron erfahren oder deine individuellen Möglichkeiten besprechen möchtest, zögere nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team aus Fachleuten ist bereit, dich zu informieren und auf deiner Reise zu einer hoffentlich erfolgreichen Schwangerschaft zu unterstützen. 

Häufige Fragen

Blutung in der Schwangerschaft

Blutungen können während der Schwangerschaft aus verschiedenen Gründen auftreten und wir wissen, dass dies sehr beunruhigend sein kann. In diesem Abschnitt findest Du Antworten auf häufig gestellte Fragen, die Dir helfen, das Erlebte besser einzuordnen und zu verstehen, wann es wichtig ist, ärztlichen Rat einzuholen. 

Wie kann ich unterscheiden, ob die Blutung normal oder ein Grund zur Sorge ist? 

Normalerweise sind leichte Blutungen (wir bezeichnen sie als “unterperiodenstark”, also schwächer als deine normale Periode), vor allem im ersten Trimester, nicht ungewöhnlich. Wenn jedoch die Blutungen stark sind, von Schmerzen begleitet werden, oder du Gewebe verlierst, solltest du sofort medizinische Hilfe suchen. 

Welche Symptome sollten mich veranlassen, sofort medizinische Hilfe zu suchen? 

Suche medizinische Hilfe, wenn du neben den Blutungen auch starke Schmerzen, Schwindel, Fieber oder das Gefühl hast, ohnmächtig zu werden. Das können Anzeichen für ernsthafte Komplikationen sein.  

Ich habe Blutungen, macht es Sinn zu liegen? 

Wenn du Blutungen hast, neigst du vielleicht dazu, dich hinzulegen in der Hoffnung, dass sie dadurch aufhören. In einigen Fällen kann Ruhe helfen, besonders wenn die Blutungen durch körperliche Anstrengung verstärkt werden. Insgesamt konnten Studien bislang nicht eindeutig zeigen, dass Fehlgeburten durch Bettruhe vermieden werden können. Sicherlich ist es aber nicht falsch, es ruhiger angehen zu lassen!

Ich habe Blutungen, macht es Sinn Progesteron zu nehmen? 

Bei Blutungen in der Schwangerschaft wird Progesteron seit vielen Jahren als Medikament angewendet. Die Ergebnisse verschiedener wissenschaftlichen Auswertungen sind jedoch nicht eindeutig, so dass die Gabe von Progesteron in diesen Fällen ein sogenannter individueller Heilversuch darstellt. 

Aktuelle Studien zeigen, dass die vaginale Anwendung von Progesteron das Risiko einer Fehlgeburt verringern kann. Dies gilt vor allem dann, wenn du bereits in einer vorangegangenen Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlitten hast. Die Entscheidung, ob Progesteron in deinem Fall sinnvoll ist, solltest du mit deiner Ärzt*in besprechen. 

Ich habe Blutungen, sollte ich auf Geschlechtsverkehr verzichten? 

Bei Blutungen während der Schwangerschaft wird generell empfohlen, auf Geschlechtsverkehr zu verzichten, bis eine klare Abklärung durch deine Ärzt*in erfolgt ist. Blutungen können ein Zeichen für eine zugrundeliegende Komplikation sein, die durch Geschlechtsverkehr verschlimmert werden könnte. Es ist wichtig, mit deiner Ärzt*in zu sprechen, um die Ursache der Blutungen zu verstehen und weitere Empfehlungen für deine Gesundheit und die deines Babys zu erhalten. 

Könnte die Blutung ein Zeichen einer Eileiterschwangerschaft sein? 

Bei einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter tritt die Blutung oft zusammen mit Schmerzen auf einer Seite des Bauches auf. Wenn du solche Symptome hast, solltest du umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, da es sich um einen Notfall handeln könnte. 

Beeinflussen Stress oder körperliche Aktivität die Wahrscheinlichkeit von Blutungen in der Schwangerschaft? 

Es gibt keine eindeutigen Beweise dafür, dass Stress direkt Blutungen verursacht. Körperliche Überanstrengung könnte allerdings zu Blutungen beitragen, deshalb ist es wichtig, auf die Signale deines Körpers zu achten und bei Bedarf Ruhepausen einzulegen.

Was sind die häufigsten Ursachen für Blutungen im ersten, zweiten bzw. dritten Trimester?

Wichtig: In jedem Trimester können Blutungen auch durch nicht schwangerschaftsbedingte Ursachen wie Polypen, sexuell übertragbare Infektionen oder Veränderungen im Gebärmutterhals hervorgerufen werden. Eine genaue Diagnose ist entscheidend, daher ist es wichtig, Blutungen von einer Ärzt*in überprüfen zu lassen, um die genaue Ursache und den besten Behandlungsplan festzustellen. 

Erstes Trimester

Im ersten Drittel der Schwangerschaft sind leichte Blutungen relativ häufig und nicht immer ein Grund zur Sorge. Zu den Ursachen können gehören:


  • Implantationsblutung: Dies geschieht, wenn das befruchtete Ei sich in die Gebärmutterwand einnistet, was zu leichten Blutungen führen kann.

  • Hormonelle Veränderungen: Die Anpassung des Körpers an die Schwangerschaft kann zu Veränderungen im Gebärmutterhals führen, die gelegentlich Blutungen verursachen.

  • Veränderungen am Gebärmutterhals (Zervix): Die erhöhte Durchblutung kann die Zervix empfindlicher machen, was nach einer Untersuchung oder Geschlechtsverkehr zu Blutungen führen kann.

  • Fehlgeburt: Obwohl nicht jede Blutung im ersten Trimester ein Zeichen dafür ist, ist dies eine mögliche Ursache, die medizinisch bewertet werden muss.

  • Eileiterschwangerschaft: Dies ist eine ernste Komplikation, bei dem der Embryo außerhalb der Gebärmutter wächst, meist in einem Eileiter.

Zweites Trimester

Blutungen in der Mitte der Schwangerschaft sind weniger üblich und können ein Hinweis auf eine ernstere Problematik sein:

  • Plazentaprobleme: Dazu gehören die Plazenta praevia (die Plazenta liegt sehr tief und bedeckt den Gebärmutterhals) oder eine vorzeitige Ablösung der Plazenta (Plazentaablösung), beides Zustände, die sofortige medizinische Betreuung erfordern.

  • Infektionen: Eine Infektion des Gebärmutterhalses oder der Vagina kann ebenfalls Blutungen verursachen.

Drittes Trimester

Im letzten Drittel der Schwangerschaft kann jede Blutung ein Zeichen für eine ernste Komplikation sein und erfordert sofortige ärztliche Aufmerksamkeit:


  • Vorzeitige Plazentaablösung : Dies ist eine ernsthafte Bedingung, bei der sich die Plazenta von der Wand der Gebärmutter löst.

  • Plazenta praevia: Hier liegt die Plazenta so niedrig in der Gebärmutter, dass sie den Muttermund ganz oder teilweise überdeckt. Wenn sich die Blutung spät in der Schwangerschaft ereignet, könnte dies ein Zeichen für Plazenta praevia sein, besonders wenn sie ohne Schmerzen auftritt.

  • Vorzeitige Wehen: Manchmal können Blutungen ein Anzeichen für den Beginn der Wehentätigkeit sein.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen, um Blutungen in der Schwangerschaft zu vermeiden?

Direkte vorbeugende Maßnahmen gegen Blutungen gibt es nicht, aber eine gesunde Lebensführung, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und die Vermeidung von Risikoverhalten (wie Rauchen oder Alkoholkonsum) können helfen, das Risiko zu reduzieren.

Wie wirkt sich eine Blutung auf meine geplante Art der Entbindung aus? 

Blutungen im Verlauf der Schwangerschaft können je nach Ursache, Zeitpunkt und Schweregrad einen Einfluss auf deine geplante Art der Entbindung haben. Leichte Blutungen im ersten Trimester sind oft nicht besorgniserregend und beeinflussen deine Entbindungspläne normalerweise nicht. Schwere Blutungen oder Blutungen im späteren Verlauf der Schwangerschaft können jedoch ein Hinweis auf Bedingungen sein, die eine natürliche Geburt gefährden könnten, wie z.B. Plazenta praevia oder eine vorzeitige Plazentaablösung. In solchen Fällen könnte ein Kaiserschnitt notwendig werden, um das Wohlergehen von Mutter und Kind zu sichern. Dein Arzt wird dich basierend auf der Ursache und deinem individuellen Fall beraten. 

Welche Untersuchungen werden durchgeführt, wenn ich mit Blutungen ins Krankenhaus komme? 
  • Wenn du während deiner Schwangerschaft wegen Blutungen ins Krankenhaus kommst, wird das medizinische Team sofort spezifische Untersuchungen einleiten, um deine Gesundheit und die deines Babys zu überprüfen und die Ursache der Blutungen zu finden. Zu diesen Untersuchungen gehören üblicherweise:

    • Klinische und gynäkologische Untersuchung: Als Erstes führt eine Ärzt*in eine klinische Untersuchung durch, um deinen allgemeinen Gesundheitszustand zu beurteilen und um offensichtliche Ursachen für die Blutung auszuschließen. Eine gynäkologische Untersuchung kann zusätzlich Anzeichen für Infektionen, Veränderungen am Gebärmutterhals oder andere Zustände aufzeigen, die Blutungen verursachen könnten.

    • Ultraschalluntersuchung: Abhängig von deiner Schwangerschaftswoche wird mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung die Gesundheit und die Lage deines Babys beurteilt. Außerdem wird die Plazenta kontrolliert, um nach möglichen Ursachen der Blutung zu suchen, wie zum Beispiel eine Plazenta praevia oder eine vorzeitige Plazentalösung.

    • Bluttests: Bestimmte Bluttests werden durchgeführt, um die Konzentration des Schwangerschaftshormons hCG (humanes Choriongonadotropin) zu messen, was wichtige Informationen über die Vitalität der Schwangerschaft liefern kann. Zusätzlich wird evtl. deine Blutgruppe bestimmt.

    • Urintest: Ein Urintest kann auf das Vorhandensein von Proteinen, Zucker oder Anzeichen einer Infektion hinweisen, die weitere Hinweise auf bestimmte Zustände oder Komplikationen während der Schwangerschaft geben können.

  • Diese Untersuchungen sind wichtig, um die Quelle der Blutungen zu identifizieren und zu entscheiden, ob weitere Schritte nötig sind, um deine Gesundheit und die deines Kindes zu schützen. Basierend auf den Ergebnissen dieser Tests wird das medizinische Team einen auf dich zugeschnittenen Behandlungsplan erstellen.

Welche Informationen sollte ich meiner Ärzt*in über die Blutung geben? 
  • Es ist wichtig, deiner Ärzt*in so detailliert wie möglich über die Blutung zu berichten:

    • Wann die Blutung begonnen hat und ob sie plötzlich oder allmählich aufgetreten ist.

    • Die Menge der Blutung – ob es sich um leichte Fleckenbildung oder Blutung in Periodenstärke oder sogar mehr handelt.

    • Die Farbe des Blutes (hellrot, dunkelrot oder braun).

    • Ob die Blutung von Schmerzen, Krämpfen oder anderen Symptomen begleitet wird.

    • Deine aktuelle Schwangerschaftswoche und ob Du in der Vergangenheit bereits Blutungen hattest.

    • Wenn bekannt, solltest Du deine Blutgruppe mitteilen

    • Wenn bereits ausgestellt ist es am besten, wenn du deinen Mutterpass mit zur Untersuchung mitbringst – wie bei allen Untersuchungen in der Schwangerschaft!

  • Diese Informationen können deiner Ärzt*in helfen, die Ursache der Blutung zu verstehen und entsprechend zu reagieren.

Kann ich nach einer Blutung weiterhin arbeiten oder sollte ich mich krankschreiben lassen? 

Ob Du nach einer Blutung weiterhin arbeiten kannst, hängt von der Ursache und Intensität der Blutung sowie von der Art deiner Arbeit ab. Bei leichten Blutungen und wenn keine weiteren Komplikationen vorliegen, kannst Du möglicherweise weiterarbeiten. Bei schweren oder anhaltenden Blutungen könnte es jedoch sicherer sein, sich eine Auszeit zu nehmen und sich krankschreiben zu lassen. Absolute Ruhe kann notwendig sein, insbesondere wenn die Blutung durch beispielsweise eine Plazenta praevia verursacht wird. Dein Arzt wird Dir eine spezifische Empfehlung basierend auf deinem individuellen Gesundheitszustand und deiner beruflichen Tätigkeit geben.